AUS ALEXANDRAS BLOG

Werden, Erhalten und Wandeln

19.10.2021

Werden, Erhalten und Wandeln im Wechsel der Jahreszeiten: Alexandra Weise verbindet Beobachtungen im Garten mit persönlichen Gedanken zur Veränderung.

Erntegaben und Sonnenblumen im Altarraum einer Kirche

Herbst im Garten

Der Herbst ist da! Mal wieder, und alles färbt sich in den schönsten, bunten, warmen Orang-Gelb-Rot-Tönen. Der Garten lädt zwar auch zum Winterfestmachen und Vorbereiten des nächsten Frühlings ein, aber mit einer solchen Pracht, dass es mir dieses Wochenende warm ums Herz wurde draußen. Die Sonne schien dabei und ließ die Äpfel am Baum lecker glänzen.

Auf die Resultate der kleinen, einzelnen Knoblauchzehen, die ich heute in die Erde gesteckt habe, freue ich mich jetzt schon – weil sie erfahrungsgemäß kräftiger werden, wenn sie den Winter über in der Erde verbringen, und in Ruhe schöne Knollen bilden können, die einfach viel besser schmecken, als gekaufter Knoblauch.

Ganz viel Verblühtes ist schon abgeschnitten und zum Verrotten zerstückelt. Ein paar leckere Möhren stecken noch im neuen Halbhochbeet. Die riesige, verzweigte Sonnenblume dient den Vögeln als Futterstation – bevor Vogelhäuschen und Meisenknödelglocke für den Winter bestückt werden. Die Besucher dieser Stationen sind so säuberlich, dass mir noch nie eine Blume aus den Körner gewachsen ist, die ich ins Häuschen tue – geht euch das auch so?? Die Himbeeren tragen die zweite Ernte noch in Würde, die Astern blühen noch in den letzten Zügen.

Werden, Erhalten und Wandeln im Jahreslauf

Unsere Äpfel luden auch dieses Jahr wieder Leute zum Stehenbleiben, Staunen, Fragen ein. Ich war zufällig im Garten, als ein im herbstlichen Partnerlook gekleidetes grauhaariges Ehepaar mit Pflückstange und diversen Brauereigetränken im Arm erschien. Sie hätten mit meinem Mann gesprochen und wollten heute zur Tat und zum Tausche schreiten. Hieß, ein paar Äpfel pflücken für sich und für uns ein paar Getränke dalassen. Sehr schöne Idee! Sonst gebe ich meistens zum Naschen was ab, ein Mann mit Tochter kommt jedes Jahr wieder und pflückt sich und ihr ein paar gesunde Mahlzeiten umsonst. Vielleicht finde ich jemanden, der mir den Baum dafür zurückschneidet!?!

Unter der Erde ist auch richtig was los. Kaum bücke ich mich finde ich Unmengen an Unkräutern, die bereits jetzt (nach dem letzten Jäten) ihre Wurzeln wieder in stattlicher Pracht ausgestreckt haben und versuchen ins nächste Jahr zu kommen. Außerdem Regenwürmer in allen Längen, die sich eifrig (oder nicht?) um die Lockerung der Erde bemühen. Ein Pfosten auf der Terrasse muss versetzt werden, damit er mit den Sicht- und Windschutzelementen abschließt, die wir anbringen wollen.

Eine Eibe, die direkt daneben empor schoss hat der Nachbar bereits mit seiner Kettensäge klein gemacht. Es kann losgehen…um im nächsten Frühjahr, wenn die Gartenarbeit beginnt alles hübsch und an Ort und Stelle ist zum Streichen. Zur Verarbeitung in den Beeten stehen noch zwei Blumentöpfe in Wartestellung, die zuvor auf der Terrasse ihre Pracht im Frühling mit Tulpen und Narzissen gezeigt haben, und jetzt ein neues Plätzchen suchen. Es müssen Stellen sein, die rosa, blau und lila blühen – kein rot dabei:)

Vorfreude auf die nächste Gartensaison

So, wie die Natur es vormacht, so sieht es meistens auch innen, in uns aus. Ich suche mehr nach Kuscheligem, ziehe mich mit Buch auf die Couch zurück, was ich den Sommer über eher nicht tute.

Dafür zieht es mich jetzt nur noch raus, in den Garten, um die Dinge zu erledigen, die rumliegen und gemacht werden müssen. Im Frühling ist es eher die Vorfreude auf die Tulpenpracht und die Wärme der ersten kräftigeren Sonnenstrahlen, die Antrieb ist. Und im Sommer ist Zeit zum Genießen, Grillen, Sonnen und mit den Kindern Wasserspiele spielen.

Dieses Jahr gab es zum ersten Mal ein kleines Beet für die Kiddies. Sie wollten mit mir etwas pflanzen. Das hat sich auf einen Saatteppich für die Bienen und Gladiolenknollen beschränkt. Die mussten auch überhaupt nicht gepflegt werden. Wie praktisch für´s erste Jahr!

Sommerblumen in einem bunten Gartenstrauß

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Dr. Alexandra Weise

In ihrem Blog verbindet Alexandra Grundlagen der Pentalogie nach Hans Müller mit persönlichen Beobachtungen, historischen Texten und Fragen aus dem Alltag.

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