Über die Pentalogie… Foren Forum Chemie der Zahlen – Zahlenchemie

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      Alex Weise
      Keymaster

      Heute, meine lieben Leser, verirren wir uns ins Periodensystem der Elemente. Hier sind die bislang gefundenen Elemente in einer bestimmten Reihenfolge gelistet. Sie sind nach chemischen Eigenschaften in Gruppen gefasst und werden mit wachsender Massenzahl und Elektronenradius gereiht. Die Massenzahl bezieht sich auf die im Atomkern enthaltenen Positronen und ist eng mit dem Wesen des Elements verbunden.
      Es gibt außerdem Elektronenradien mit unterschiedlich vielen Elektronen die darauf kreisen. Der innerste Ring eines Elements enthält höchstens zwei. Der zweite und dritte Ring, auch L- und M-Schale genannt, enthalten aufsteigend jeweils bis zu 8 Elektronen auf Kreisbahn um den ebenfalls mit jedem Positron wachsenden Kern. Danach geht es weiter aber es wird unübersichtlicher. Bis zu 18 Valenzelektronen können dann auf Ring Nummer 4 um den Kern herumsausen. Was übrigens – vermutlich rein zufällig – die Anzahl an Elektronen der ersten drei Ringe zusammen gerechnet beträgt. Damit sind bereits 46 Elemente gezählt.
      Darin sind bereits viele elementare Zusammenhänge von Nummer (=Qualität) und Stoff aufzeigbar und ich fange mit der 1 an. Wasserstoff. So klein und fidel, dass es überall ruckzuck ist und reaktiv ist es auch. Meist fungiert es stabilisierend, im Sinne der Wasserstoffbrückenbindung. Diese ist sehr schwach, wenn man den Einzelbindungswert physikalisch betrachtet. Da es aber so viele davon gibt wirken sie in der Summe bemerkenswert festigend. Die Eins, das 1. Prinzip gilt auch für uns als das Göttliche oder das reflektierte und vernunftgeprägte Denken, dass uns Halt und Richtung gibt.
      Die Elemente auf denen unsere menschliche Existenz stehen, im wahrsten Sinne des Wortes, sind Nr. 5 und 7, das sind Bor und Stickstoff. Hm. Bor? Es wurde 1824 von Jakob Berzelius als Element charakterisiert. Es ist verhältnismäßig bindungsfreudig und kommt nur in Kombination mit Sauerstoff vor (Borsäuer, Borcarbit, Borax, Kernit…) und ganz im Einklang mit den Eigenschaften unseres fünften Elements, dem Janusarigen, kommt kristallines in mehreren allotropen Modifikationen vor. Reines, also elementares Bor ist schwarz, sehr hart, nicht leitfähig bei Zimmertemperatur – elektrische Leitfähigkeit ist ein Zeichen für lebendige Aktion – und kommt so nur unter Laborbedingungen vor. Es kennzeichnet sich durch zwei innere und drei äußere Valenzelektronen, d.h. eine voll besetzte Schale und eine nicht mal halb besetzte (2/3 = 5).
      Im Kontrapunkt – rein pentagrammatisch gesehen – steht dazu das Element Stickstoff. Stickstoff kommt in der Natur auch nicht elementar vor, höchstens als Doppelpack N2, als zweiatomiges Molekül. Sein deutscher Name bedeutet, dass es Flammen löscht bzw. erstickt; die griechische Bezeichnung ist Nitrogenium und kommt von nitron = Laugensalz und genos = Herkunft. Stickstoff kommt in der Luft zu ganzen 78% vor, ist damit Hauptbestandteil! In der Erdkruste dagegen ist er selten. Uns Biologen ist er geläufig in den Grundsubstanzen unseres Körpers, nämlich in der Nukleinsäure steckt er drin, ebenso wie in den Proteinen. Nicht enthalten ist er in den beiden anderen großen Gruppen an Bausteinen, den Kohlenhydraten und den Fetten. Wie sollte es anders sein besitzt er sieben Valenzelektronen, zwei und damit vollbesetzt auf der inneren Elektronenhülle und 5 und damit mehr als halbbesetzt auf der zweiten Schale (2/5 = 7).
      Insgesamt zeigt das periodeale Übersichtsschema 118 Elemente und endet mit einem Element mit der Bezeichnung Og Oganesson. Ab Element Nummer 56, dem Barium wird es aber unübersichtlich, da gleich zwei Reihen ausgegliedert werden, die Lanthanoide und die Actinoide. Ab Nummer 79 Aurum, die für Gold steht werden viele radioaktive Substanzen gelistet. Ob die wirklich alle als stabile Elemente zählen sollten oder ob es denn nun schon alle sind, die gefunden werden möchten sei dahin gestellt und offen zur lebhaften Diskussion unter Chemikern und gern auch mit mir.
      Zwei Abweichler möchte ich noch erwähnen, aber nur kurz und am Rande, da dies ein Fass ohne Boden öffnen würde bei ausführlicher und exakter Betrachtung. Das ist das Brom auf Nr. 35 und das Technetium auf 43. Das erste ist flüssig und das zweite ein erstes radioaktives Element. Das Brom reiht sich was die Valenzelektronenverteilung anbelangt einfach genau nach Schema in die erstellte Systematik ein. Nur der Aggregatzustand ist eben mal ein anderer als immer nur fest oder gasförmig. Das Technetium hingegen tritt aus der Reihe was die Elektronenverteilung angeht. Es hat wie sein Vorgänger Molybdän (Nr 42) 2/8/18/13 Valenzelektronen aber darüber hinaus hat Molybdän ein weiteres auf der letzten, 5. Außenschale und Technetium zwei. Danach geht es weiter mit einer Elektronenverteilung von 2/8/18/15/1…Soweit, so gut. Denn, auch davor und danach gibt es ab Reihe 4 im PSE einen Haufen rein auf Zählebene der Valenzelektronenbesetzung betrachteter Unregelmäßigkeiten, die aber im Rahmen dieses Blogs nicht beleuchtet werden können.
      Ich freue mich, wenn das interessant war und wünsche Ihnen eine gute Zeit – bis zum nächsten Teil.
      Herzlich
      Alexandra.

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