Die Pentalogie von Hans Müller

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Biblische Zahlen

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      Alex Weise
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      Lieber Leser, wer von euch ist gläubig? Was für eine komische Frage in diesen Zeiten. Wer von euch würde sich als christlich bezeichnen? Viele meiner Mitmenschen pflegen behutsame Distanz zur Kirche als Institution und mögen es kritisch zu sein mit den gläubigen Schafen. Auch ich habe Deschner gelesen in meiner Studienzeit. Und bin trotzdem nicht davon losgekommen, die moralischen und ethischen Errungenschaften des christlichen Abendlandes als angenehm zu empfinden. Nach Geburt der Kinder festigen sich meine Gedanken die beiden mit einen Fuß in der Kirche auf ihren Weg in die Erwachsenenwelt zu setzen, da es nach eigenen Erfahrungen sehr nette und ordentliche Menschen sind, die sich dort tummeln. Beim Blick in die Nachrichten bekomme ich oft Angst – ein wirklich unangenehmes Gefühl – und frage mich, wo es wohl hingehen wird mit unserer deutschen Multi-Kulti-Gesellschaft und mit Europa.
      Die biblischen Zahlen, die wohl als erstes genannt werden sind die 10 Gebote. Wenn man sie liest (I – ich bin der Herr, dein Gott; II – Fertige keine Abbilder von mir noch von irgendetwas sonst an; III – Missbrauche nicht den Namen des Herrn; IV – Vergiss nicht den Tag der Ruhe!; V – Ehre Vater und Mutter!; VI – Morde nicht!; VII – Zerstöre keine Ehe!; VIII – Beraube niemanden seines Eigentums und seiner Freiheit!; IX – Sage nichts Unwahres über deine Mitmenschen!; X – Suche nichts an dich zu bringen, was einem anderen gehört!) findet sich wenig Übereinstimmung mit den Inhalten der pentadischen 10 Prinzipien. Und dennoch, wird sich für jeden Einzelnen im Laufe der Beschäftigung mit den Prinzipien eine hinter den Dingen verborgene Übereinstimmung finden.
      Ganz allgemein ist das erste Gebot analog zum Prinzip der 1 betrachtbar. Ein jeder entscheidet für sich, ob er einen Gott (JHWE, Allah, Jesus-Christus) oder seinen Menschenverstand dazu benutzt zu dienen. Wer in einer geordneten Gesellschaft gemütlich leben möchte muss das Tierische in sich zähmen, also dienen, sonst funktioniert es nicht. Was mich persönlich an der christlichen Kirche am stärksten stört ist die absolute Männlichkeit der Dreieinigkeit. Und eine jungfräuliche Geburt scheint mir als ausgebildete Biologin recht unwahrscheinlich.
      Das zweite Prinzip bringt den Dialog, das Dialektische, die Zweiheit, und eben die Trennung vom Einen. Das einigende Prinzip der 1 sagt uns, wir sollen davon kein Abbild schaffen – möglicherweise aber einen Gegenpol.
      Das dritte Prinzip in der Pentalogie ist Dynamik, ist Energie. Wenn Gott durch Mose sagen lässt, dass er als die Energie des Ganzen/der Einheit nicht missbraucht werden möchte, dann hütet er damit seine Stellung und gibt das Dritte Moment frei. An sich nichts Schlechtes.
      Tja, der Wechsel zur 4 fällt mir schwer. Denn natürlich muss nach geleisteter Arbeit Ruhe einkehren, jedoch ist die 4 das zweite Lückenprinzip in der Pentalogie und da das erste Lückenprinzip, die 2, bereits nicht das war, was sie sein sollte, nämlich weiblich besetz, wieso muss dann beim zweiten Lückenprinzip schon Ruhe einkehren…oder ist es ein totschweigen der Weiblichen Kraft?!? Die Vier. Hier ist sie! Sanft und ruhig und dennoch unverrückbar!
      Ehre Vater und Mutter an Position 5. Ein guter Zug. Denn Ordnung muss sein. So ist die Fünf in der Pentalogie ja auch das Janusprinzip, so lassen sich Vater und Mutter, Männlich und Weiblich prima hier vereinen. Zusätzlich ist der Vorgang des Ehrens ein aktiver und befähigt zur Erhebung über die sehr vitalen Dinge wie Eltern, oder dem 5. Prinzip.
      Die 6, sagt morde nicht. So wie die 1 einen Pol darstellt, so ist die 6 der Gegenpol. Und hier ist nicht alles Sex. Aber auch. Es ist ebenso die irdische Kraft der Evolution, der Entwicklung auf dem Strang des Lebens aller Mikroorganismen, Pflanzen und Tier, der Wille zur Vielfalt. Eine rechte Zähmung setzt die Toleranz zum und die Akzeptanz des Gegenübers voraus, sodass der Mord nicht mehr notwendig für ein Überleben ist.
      Die 7 ist in der Pentalogie ein strahlendes Prinzip, da sie die Erfahrungen der vorhergehenden in sich trägt und durch die Polwirkung der 6 über sich selbst hinausgehoben wird. Die Kirche sagt „Zerstöre keine Ehe“, was ich hier als Gegenpol zur 5 deute. Wenn Vater und Mutter eine achtbare Einheit darstellen, so ist es auch die Beziehung, die zwei junge Menschen miteinander führen. Es ist die Keimkapsel für ein neues Leben und der Boden der Weiterentwicklung und Verfeinerung.
      Wer Kirchenkritiker ist, der möge nun sagen ‚klar, dass das Lückenprinzip negativ formuliert werden muss um die Macht des Weiblichen zu verbergen, typisch katholische Kirche‘ kann es doch genauso gut, und im Einklang mit der Pentalogie heißen „Achte auf die Details bei anderen und ehre deine eigenen Dinge“. Das erhöht die Lebensfreude und verbreitert die Zufriedenheit!
      Analog dem Schichtgefüge von der 1 zur 6 so erhebt sich von der 6 zur 1 auf Position 9 der Gegenpol zur 3. Wie der Geist/Gott/Menschenverstand in die höhere Ordnung einer menschlichen Gesellschaft hinein will, so muss er auch wieder heraus um Individuum zu bleiben. Einen rechten Rückweg findet er nur, wenn er keine Anhaftung hat, z.B. in Form von übler Nachrede. Wer sich selbst akkurat beobachtet braucht keinen anderen schlecht machen, denn es wäre eine verkürzte Betrachtung einer enorm komplexen Einheit, die nur dann mit Missgunst und Zweitracht, mit Schmähung und Schande überzogen werden muss, wenn man bei sich nicht genau genug geschaut hat. So viele Unzulänglichkeiten, Fehler oder Menschlichkeiten besitzt man selbst ebenso wie andere, dass man sich gar nicht arg weit aus dem Fenster lehnen kann.
      Bei der 10 ist es wieder eine Negativformulierung, die uns ermahnt nichts begehren zu wollen, was uns nicht ist, doch in diesem Fall macht es Sinn da es im Aufbau zum Vorhergehenden die logische Konsequenz darstellt: Wer anderen übel nachredet und sich damit selbst „herausputzt“ greift nach der Ruhe und Ausgeglichenheit der oder des anderen, die ihm jedoch nicht gehört. Es wäre eine falsche Ausgangsbasis für die nächste Runde im Kreise der Prinzipien. Allerdings muss jetzt noch die Kirchenkritikerin ihren letzten Satz sagen, nämlich, dass dieses letzte Gebot im 3. Jahrtausend eigentlich heißen muss „ihr Männer und Mannsweiber, nehmt das Weibliche endlich als eigenständige Entität an und hört auf alle an euch reißen zu wollen“. Amen.
      Ich wünsche euch viel Freude mit der individuellen Beschäftigung mit den 10 Geboten und den 10 Prinzipien!!

      Herzliche, eure Alexandra.

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