Die Begriffe „Statik“ und „Dynamik“ beziehen sich an dieser Stelle in erster Linie auf die (Geburts-)Datenanalyse und deuten einen zweigeteilten Charakter der Prinzipqualitäten an, der sich durch die Position der Prinzipien im Struktursystem Pentagramm ergibt und abhängig von der Platzierung des Prinzips ist.

Das statische Pentagramm
beschreibt die einzelnen Prinzipien am jeweiligen ursprünglich vorgesehenen Platz und ist durch die Zahlen im Geburtsdatum (oder des Datums von Interesse) festgelegt. In der statischen Betrachtung stehen die Prinzipien immer an dem für sie systemimmanent angestammten Platz, d.h. die 1 steht oben an der Spitze, die 6 unten in der Lücke, usw. Man kann daher von universeller Betrachtung sprechen, trägt aber nur die Zahlen/Prinzipien ein, die für die Betrachtung relevant sind (s.u.).

Die Statik der Prinzipien im Metaphysischen – Kosmologischer Exkurs –

(aus „Die Kosmischen Prinzipien“ Herausgeber: Ing. Hans Müller, Gelsenkirchen):

Die Zehn Prinzipien unterteilen sich in 3 immateriell Wirkende und in 7 „Alte“, die bereits (als Planeten unseres Sonnensystems) seit dem Altertum bekannt, genannt und verehrt wurden. Die 3 universal wirksamen Prinzipien, d.h. über das solare hinaus, sind 1, 2 und 3 vertreten durch die Planeten Pluto, Neptun und Uranus.

„Als erstes Moment vom Sein im Kreise des Unendlichen erschien die zentrale grundsätzlichkeit, kristallisierte sich heraus, = der Urwille, = die durch das Symbol eines Punktes darzustellende Konzentration von Göttlichem Willen, Göttlichen Erwägungen und Göttlichem Wollen, – als Einheit des Schöpfungsgeistes, als Idee, als Gedanken und als Schöpfungswollen.“

Als zweites Moment kommt die Teilung der unendlichen Einheit hinzu. „Zweiheit ist die elektro-statische Grundsätzlichkeit[…], ist die polarische Spannung, sind die trennenden oder verbindenen Polaritäten“. […] „Die Zahl 2 enthält Verbindungs-, Harmonisierungs- und Anziehungsbestrebungen ebenso, wie Trennungs-, Disharmoniesierungs-  und Abstoßungsbestrebungen. Enweder ist sie Plus oder sie ist Minus, positiv oder negativ, aktiv oder passiv, oben oder untern, rechts oder links.“

„Die Dreiheit basiert auf dem Moment der extravertierenden Entspannung; ist die elektro-dynamische Grundsätzlichkeit, = die entscheidene Energieaffektion, = das entschließende Wollen zur Energieentfaltung.“ Uranus als schwingender Vermittler zwischen dem 3. Prinzip und der kosmischen Wirklichkeit verursacht kausale Folgewirkungen, er ist das Gesetz des Dreiklangs aus Willen, Können, Müssen oder Können, Wollen und Müssen.

Das dynamische Pentagramm
beschreibt dagegen die individuelle bzw. spezielle Betrachtung, was sich durch die Auswirkungen des energetischen Verhaltens der Prinzipien ausdrückt. Um herauszufinden, wo die Prinzipien des (Geburts-)Datums in der dynamischen Betrachtung stehen, muss zunächst die Quersumme des Datums errechnet werden, welche gleichzeitig den Typ verrät. Die Endziffer muss einstellig sein und gibt an, welches Prinzip die Position der EINS erhält. Davon ausgehend wird logisch weitergezählt, wobei die dynamische Kreisung ebenfalls nur die Zahlen enthalten sollte, die im (Geburts-)Datum statisch enthalten sind und in die Betrachtung einfließen. Die Jahrhundert- und Jahrtausendziffer wird zwar in der Quersumme hinzugezählt, für die statisch-dynamische Betrachtung des Individuums oder des Ereignisses werden diese beiden Zahlen in der Regel jedoch nicht berücksichtigt.

Das statische-dynamische Pentagramm Die dynamischen Einwirkungen auf das statisch Gegebene wandeln die Eigenschaften des statischen Prinzips in seiner für den Betrachter erkennbaren Auswirkung. Dabei ist es ein Unterschied, ob z.B. eine dynamische Zwei hinter einer statischen Fünf steht oder eine dynamische Vier, da die dynamischen Zahlen ihren Prinzip-spezifischen Einfluss in gewisser Weise beibehalten, egal an welcher Position im Pentagramm sie stehen. Es ist außerdem ein Unterschied ob eine dynamische Sieben bei einem Fünfertyp hinter einer statischen 3 steht oder für sich alleine, d.h. an Position des 3. Prinzips gibt es keine statische 3 im Datum.

Jede statisch-dynamische Betrachtung muss außerdem die Eigenarten ihrer Zeit mit einbeziehen. Während der industriellen Revolution galten andere gesellschaftliche Konventionen als in der Zeit der 68-Revolution oder heute! Entsprechend werden sich gleiche Typen anders verhalten bei Berufswahl, Familiengestaltung und Hobbies etc., da es andere Möglichkeiten und Gepflogenheiten gibt.

Hans Müller hat sich mit einer universalen Sparche in den Kosmischen Prinzipien wie folgt ausgedrückt:

Prinzip ist Vergangenheit und ist Gegebenheit. Harmonie ist Gegenwärtigkeit, ist Bemühen um Gleichgewicht und Ruhe. Zeit aber ist Zukunft, ist das Werden, das Ziel des Willens und des Wollens.[…]“ (Die Kosmischen Prinzipien, 1969, S.16)

Ein Beispiel:

3.10.1990

Hier wurde ein Datum mit zwei Nullen gewählt, da dieses Prinzip Doppelagent sein kann: einmal wird es nicht „mitgezählt“, weil es als Null zählt, in der nächsten Stufe zählt es als Zehn und wird wie diese zum Datum addiert. Man nennt solche Menschen mit Daten, die mehrere Rechenschritte vornehmen müssen um ihre Typzahl zu erhalten <Wandlungstypen>.

 

3. 10. 1990
5/23 20 19
6/33 30 29
7/43 40