Den Begriff der Ebene benutzt man in der Regel abstrakt, den der Schichten bei einem realen Bezug zu den entsprechenden Bereichen. Die vier möglichen Schichten weisen eine horizontale Ausgeglichenheit auf, die wie ein weites, freies Feld beschritten und mit entsprechender Fähigkeit und Übung erkundet werden kann. Auch hier herrscht zwischen zwei Prinzipien eine potentielle Energie, Schwingung und Spannung, die sich aber nicht, wie bei den Achsen (anti-)podisch sondern feldartig ausprägt. Hier herrscht nicht so sehr das „Entweder-Oder“, sondern mehr ein „Sowohl-als-Auch“. Das Wesen der Schichten ist eine ausgeprägte Bindung auf ihre jeweilige charakteristische Eigenart. Bei den Schichten oder Ebenen treffen gegensätzlichen Identitäten aufeinander (dies steht im Kontrast zu den identischen Gegensätzen, wie es die 2 und die 5, oder die 0 und die 7 sind). Mehr als zwei Ebenen kommen in einem Geburtsdatum nicht vor.

Die Schichten der Menschen, die Schichtung der Erde und die Ebenen im Pentagramm sind keine leeren Räume, sondern lebendig erfahrbare, bewegte form- und matrizenerfüllte, charakterhafte Seinszustände, in denen seit Ur in den jeweiligen Ebenen die diesen entsprechenden Informationen, Eindrücke, Erfahrungen oder auch Bilder abgelegt oder gespeichert wurden.

 

Darstellung der vier möglichen Schichten im Pentagramm

2-0-Ebene, Kontaktschicht

3-9-Ebene, Mentalschicht

4-8-Ebene, Astralschicht

5-7-Ebene, Vitalschicht

Die 2 – 0-Ebene oder Kontaktschicht

Die Zwei-Null-Schicht

Die 2 – 0-Ebene, auch die Kontaktschicht genannt, besitzt die geringste Erdhaftung. Es ist die Schicht mit den feinstofflichsten, ätherischsten Schwingungen. Auf der Basis seiner Weisheit, gesammelter Erfahrung und höchster Denkkraft kommt der Mensch in Berührung mit dem über ihm Stehenden, dem scheinbar unwahrnehmbaren, dem Medialen, dem Übersinnlichen bis hin zu dem Geistigen oder Göttlichen. Menschen mit dieser Ebene sind gekennzeichnet durch eine intuitive und mediale Empfindungsfähigkeit. Da es aber Manchem nicht ausreichend oft gelingt die jeweiligen Kontakte – Diesseits oder Jenseits – klar zu unterscheiden und ein- bzw. zu zuordnen, wird dies als Belastung empfunden und nicht als Gabe genutzt.

Die Bereitschaft und Fähigkeit, sich auf andere einzustellen, bewirkt viele Sympathien und führt zu vielen Beziehungen. Daraus kann rasch ein unruhiges Verhalten und eine unstete Gemütsverfassung resultieren. Von der 0 / 10 werden ständig Impulse, Eindrücke zur 2 übermittelt und erscheinen als äußerst dringend und wichtig; diese werden aber häufig von neuen, wiederum sehr wichtigen Eindrücken überlagert. Eine Differenzierung wird nicht automatisch durchgeführt, oft sogar vernachlässigt. Nur ein in sich ruhender Mensch wird zu der für ihn segensreichen Stetigkeit finden. Die Funktion der 2 ist zu prüfen, abzuwägen und die Impulse je nach Eignung oder Intensität in den prinzipiellen Kreislauf einzuleiten. Funktioniert dies dem Milieu entsprechend, agiert die 0 als Sammelstelle für gelungene Taten/Gedanken.

Die 3 – 9-Ebene bzw. Mentalschicht

Die Drei-Neun-Schicht

Die 3 – 9-Ebene kann auch als Mental-und Empfindungsschicht oder als Gedankenschicht oder Intellektschicht bezeichnet werden. Die 3 drängt in den Stoff hinein und dies bezieht sich auf alle Bereiche, sei es auf das Geistige, das Leben, die Energie usw. und zwar im Sinne von Handeln, Zeugen, Wirken,…Die 9 strebt die Ablösung vom Stoff an, Erlösung, Befreiung. Sie kann als ein neutrales Prinzip bezeichnet werden und dient der Überleitung der durch die Materie gegangenen und von der Erdhaftung abgelösten reinen Erfahrung zur „Anderen Seite“, zur Null hin, von der aus ein neuer Durchgang zur Zwei hin – wenn noch hinreichend Potenz in dem ursprünglichen Impuls aus der 1 enthalten ist – starten kann. Sonst wird der ursprüngliche Impuls in der Null aufgenommen und vereinnahmt. Die beiden Aspekte von 3 und 9 gleichen sich von ihrer regen Art bewegend zu wollen und hinzufügend zu wirken, unterscheiden sich jedoch in ihrer jeweiligen Wirkrichtung: Die 3 wirkt involutiv, die 9 evolutiv.

Keine andere Ebene grenzt so stark zwei Seiten voneinander ab, nämlich die feinstoffliche, geistige Seite (die durch die Prinzipien 0-1-2 verkörpert wird) bzw. Intellekt  plus Vernunft und die verdichtete, stoffliche Welt, durch die Prinzipien 4 – 5 – 6 – 7 – 8 repräsentiert. Deshalb spricht man nun auch von „mentaler Scheide“ oder „oberer und unterer Mentalschicht“. Bei der unteren Mentalschicht reden wir vom stofflich gebunden und zum Stoff hin orientierten Intellekt.

Aufgabe eines jeden Menschen ist es, sich selbst zu finden und seinen Platz in seiner Umwelt und seine Aufgabe auf dieser Erde. Selbstreflexion, Nachdenken über sich (und andere),  den Sinn des Lebens und der damit verbunden Aufgabe sind bewährte Mittel dieses Ziel zu erreichen und hier tritt die mentale Scheide am offensichtlichsten zu Tage. Denn der Prozess des Nachdenkens wird ihn zu einer Handlung auffordern, die ihn unweigerlich in seiner Ausrichtung festlegt. Die obere 3 – 9 Schicht hat, je nach Bezug, einen engen Bezug zur Transzendenz, während die untere 3 – 9 einen starken Bezug zum Diesseitigen hat.

Die 4 – 8-Ebene oder Astralschicht

Die Vier-Acht-Schicht

Diese Ebene bzw. Schicht ist gekennzeichnet durch konkrete Formen, Farben, Bilder, Düfte, Sehnsüchte, Leidenschaften, Begierden, wobei hier auch die psychische Schicht des Individuums enthalten ist. Es ist vor Allem dieser astrale Bereich, in dem sich Wirkungen entfalten und Grundlagen für Ursächliches entstehen. Der Anschub für diese Vorgänge kommt aus darüber oder darunter liegenden Schichten. Ebenso verbindet der Bereich nach Unten mit dem Irdischen und Erdbezogenem und nach Oben zum Ober- oder Überbewusstsein. So gesehen ist diese Schicht  in Verbindung mit der 3 – 9 Schicht das Feld, in dem sich ALLES  aus den Bereichen darüber (0-1-2) und darunter (5-6-7) wiederspiegelt. Vom höchsten Erleben seelischen Gleichklangs bis zum Konträren der elenden Verlassenheit und Vereinsamung liegt hier alles beieinander.

Zwischen 4 und 8 liegt viel Potenzial zur Auseinandersetzung und zum Ringen, in welche Richtung der Mensch sich entwickelt bzw. weiter gehen möchte. Die Entscheidung fällt damit letztlich zwischen den „Einflussbereichen“ Energie, Feinstofflichkeit (1) und Kraft, Grobstofflichkeit (6). Die 8 mit ihrem auf das (Wohl-)Leben ausgerichteten Bestreben steht dem ernüchternden Bestrebungen, dem auf das Wesentliche sich konzentrierenden der 4 gegenüber. Einerseits will die 8 es wachsen, blühen und werden lassen in allen Gebilden, Formen, Farben, Gerüchen und dem gegenüber steht die einengende Härte der 4 mit ihrer Konzentration, Festigkeit und Ausdauer, mit ihrer Schlichtheit und Kälte. Die Zielstrebigkeit und Ausdauer der 8, kommt besonders zum Tragen, wenn sie ein konkretes Ziel erreichen will. Die 8 ist auch weich, aufweichend, sensibel und steht damit im Gegensatz zur in den Stoff pressenden 4, die mit ewiger Räumlichkeit die Welt „erstellt“.  Die Vier ist das Tor zur Welt, in der 8 (doppelte Vier, obere und untere Vierheit) liegt das Mysterium, sich von der Bindung zur Stofflichkeit zu lösen – entsprechend dem Sprichwort: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher ins Himmelreich.“

Die Vitalebene oder Vitalschicht 5 – 7

Die Fünf-Sieben-Schicht

Die unterste Ebene im Schichtenaufbau hat Bezug zu dem Fleischkörper des Menschen als Träger der Kraft und hat andererseits auch Beziehung zum kollektiven Unterbewussten, zu dem jeder Mensch Zugang hat. Der Mensch, der „mit beiden Füßen auf dem Boden“ steht wird i.d.R. als stabil und in sich ruhend geachtet, während er pentalogisch gesehen mit dem Es-Bewusstsein des Menschen und der vitalen Ebene (=Biorhythmus) verstärkt in Verbindung steht. Diese somatisch betonte Schicht im Geburtsdatum zu haben bedeutet weiter, dass der Bezug zu „Mutter Erde“ stark vorhanden ist. Es besteht außerdem ein ausgeprägter Bezug zu den Elementen Wasser (5) und Erde (7), deren Wirkkräfte der Mensch mit dem linken und rechten Fuß aus dem Erdorganismus aufnehmen kann (hier wird der Bezug zum tellurischen System hergestellt-> siehe dort).

5-7 kann auch als Schicht der Wurzelintelligenz charakterisiert werden und ist das somatische Fundament von dem aus der Mensch stufenweise seine Bewusstseinsentwicklung angehen wird. Hier befindet sich die Basis des „niederen“ Ichs, der Verhaftung an materiellen Werten, Verstand aus animalischen Instinktionen, kraftgeladenes Emporstreben, Machtstreben. Dies äußert sich generell in einem ausgeprägten persönlichem und Individuum übergreifendes Rechtsempfinden, Erfolge, Anerkennung und Ehrungen sind vergleichsweise wichtig. Menschen mit 5-7-Ebene stehen gerne im Fokus des Interesses. Ein starkes Selbstbewusstsein lässt eher größere Ziele ins Auge fassen, kleineren wird weniger Beachtung geschenkt.

Grundsätzlich sollte jedem bewusst sein, dass jede Entwicklung von unter her geschieht. Dies führt oft zu Bewusstseinsproblemen bei Menschen deren Datumzahlen mehr in den oberen Bereich angesiedelt sind. Deren Schwierigkeit liegt meist in der fehlenden oder schwachen Erdhaftung, andererseits besteht bei denen die im unteren Bereich Betonungen durch das Geburtsdatum haben, dass ihre Erdhaft zu ausgeprägt ist. Ihr Bezug zu Materiellem bzw. die Verbindung mit der Materie ist  zu intensiv.

So gibt es letztlich keinen Vor- oder Nachteil durch die Geburtszahlen, sondern jeder hat das Instrumentarium an strukturellen Elementen in der Form von Prinzipien, die dazu geeignet sind in diesem Erdendasein seiner Aufgabe gerecht zu werden. Wieso dies bei dem einen anscheinend einfacher oder anders aussieht ist eines der Mysterien, die das Leben mit sich bringt und jeder nur für  sich selbst ergründen kann.